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Kognitive Neurologie
Nach umschriebenen Verletzungen des Gehirns (z.B. beim Schlaganfall)
treten neben Funktionsausfällen von Sensomotorik und Koordination
häufig kognitive Beeinträchtigungen auf. Diese Störungen
betreffen beispielsweise Aufmerksamkeitsleistungen, Gedächtnisfunktionen,
Exekutivfunktionen (Planung und Durchführung von Tätigkeiten)
sowie Antriebsleistungen (Bildung von Handlungszielen und deren Umsetzung).
So können Störungen von Konzentration, Aufmerksamkeitsleistungen
oder der Impulskontrolle, die einer spezialisierten Diagnostik und Rehabilitation
bedürfen, vor allem nach Verletzungen des Frontal- und Parietallappens
bestehen.
Nach Läsionen des Okzipital- und Parietallappens bleiben dagegen
häufig alltagsrelevante Funktionsausfälle insbesondere des Sehvermögens
zurück. Betroffene stoßen beispielsweise häufig gegen
Möbel oder Türrahmen (Einschränkung des Gesichtsfeldes),
finden sich nicht mehr zurecht (räumliche Orientierungslosigkeit),
berichten eine veränderte Wahrnehmung von Farben (Farbsehstörung),
erkennen ihre Verwandten nicht mehr (Prosopagnosie) oder verschütten
Flüssigkeiten beim Einschenken von Getränken (Störung der
Auge-Hand-Koordination).
In unserer Sprechstunde kommen modernste diagnostische Verfahren zur
Anwendung, die darauf abzielen, diese Teilfunktionsstörungen sensitiv
und zuverlässig abzubilden. Zentrales Anliegen ist es, die Erkenntnisse
aus der Grundlagenforschung zur funktionellen Neuroanatomie und Psychophysik
höherer Hirnfunktionen in den klinischen Alltag umzusetzen. Die Untersuchung
der zerebralen Repräsentation kognitiver Leistungen soll Grundlage
für die Entwicklung funktionsspezifischer Therapieverfahren sein.
Schwerpunkt der Sprechstunde sind Störungen des Sehvermögens
sowie der Konzentration und Aufmerksamkeit nach umschriebenen Hirnläsionen
(z.B. Schlaganfall, Blutung, Trauma, Operation).
Ab Mai 2006 wird die Sprechstunde jeden Montag in der Zeit von 9:00 –
15:00 Uhr stattfinden. Die Erstvorstellung in der Ambulanz dauert ca.
eine Stunde. Die weiteren Untersuchungen im Verlauf nehmen je nach Bedarf
eine bis zwei Stunden in Anspruch. Dieser zeitliche Rahmen ermöglicht,
neben der Anamneseerhebung und der Akteneinsicht auch die Fragen der Patienten
zu beantworten und spezielle Untersuchungen durchführen zu können.
Für eine Vorstellung in der Hochschulambulanz ist eine begründete
Überweisung durch die/den behandelnde(n) Neurologin/Neurologen notwendig.
Eine Terminvereinbarung bitten wir unter 030 450 560 560 vorzunehmen.
Links
– www.berlin-neuroimaging-center.de
– www.bccn-berlin.de
– www.psychologie.hu-berlin.de
– www.charite.de/neurologie
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Leiter
Prof. Dr. Stephan A. Brandt
Mitarbeiter
M. Köhnlein
K. Irlbacher
S. Kehrer
A. Kraft
M. Olma
K. Faßdorf
Kontakt
Tel. +49 30 450 560 248
Fax +49 30 450 560 952
Email: martin.koehnlein@charite.de
Anmeldung
Tel. +49 30 450 560 560
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