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Telemedizin für Parkinson Patienten
Zur Verbesserung der Behandlung von Parkinson Patienten mit abwechselnd gehemmter und überschießender Beweglichkeit (sog. ON/OFF-Phänomen) arbeitet die neurologische Ambulanz am Campus Benjamin Franklin mit niedergelassenen Neurologen und den Ersatzkassen zusammen. In diesem Rahmen lassen die Betroffenen ihren Zustand an 30 aufeinanderfolgenden Tagen im häuslichen Umfeld mit standardisierten Videoaufnahmen dokumentieren. Dieses Bildmaterial wird dann von Spezialisten der neurologischen Klinik zusammen mit dem zuweisenden Neurologen ausgewertet, um die Probleme des Patienten in seinem Alltag zu erfassen und mit gezielten Behandlungsschritten Abhilfe zu schaffen. Hintergrund dieser besonderen Maßnahme ist, daß die Beurteilung von ON/OFF-Phänomenen und deren Konsequenzen aus der Schilderung von Patienten oft außerordentlich schwierig ist. Eine exakte Symptom-Dokumentation über längere Zeiträume wird jedoch zunehmend wichtiger, denn meist nehmen die Betroffenen seit Jahren Parkinson-Medikamente ein und stehen nun vor der Frage einer Ausweitung ihrer Behandlung. Entsprechende Verfahren (z. B. tiefe Hirnstimulation oder Duodopa-Pumpen) sind zwar hocheffektiv, müssen aber vor dem Hintergrund des potenziellen Nutzens und verbundener Risiken besonders genau gegeneinander abgewogen werden.
Somit gewährleistet die Video-Dokumentation eine differenzierte Beratung von Patienten und erlaubt, die Effektivität getroffener Maßnahmen zu erfassen, während gleichzeitig unerwünschte Krankenhausaufenthalte vermieden werden können.
Für Rückfragen stehen Ihnen die Mitarbeiter der Parkinsonsprechstunde gern zur Verfügung unter 030 844 522 55 zur Verfügung.
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Leiter
PD Dr. Fabian Klostermann
Mitarbeiter
Dr. Frank Marzinizik
Dr. Stefanie Klaffke
Dr. Lea Krugel
Constanze Jugel (Pumpentherapien zur kontinuierlichen dopaminergen Stimulation)
Dr. Michael Wahl (neuropsychologische Testung) |