Klinik für Neurologie - Universitätsklinikum Charité
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Kognitive Störungen und Demenzen

Die Sprechstunde richtet sich an Patienten mit kognitiven Störungen und Demenzen. Unter kognitiven Störungen versteht man Störungen von Wahrnehmung, Gedächtnis, Sprache, Konzentration (Aufmerksamkeit) oder Urteilsvermögen. In der Sprechstunde kommen alle Untersuchungsmethoden der Neurologie zum Einsatz, beispielsweise die Darstellung des Gehirns mittels Kernspintomographie, die Messung von Hirnströmen mittels EEG, sowie Blut- und Nervenwasseruntersuchung (Liquordiagnostik).
Ursachen für kognitive Störungen können Schädel-Hirn-Verletzungen nach Unfällen, Schlaganfälle, Gehirntumoren, Entzündungen des Gehirns, aber auch eine Unterfunktion der Schilddrüse oder ein Vitaminmangel sein.

Findet sich keine dieser Ursachen, ist der Patient bereits älter (über 60) und kann er sich insbesondere neue Sachverhalte nicht mehr gut einprägen, dann leidet er möglicherweise unter einer sog. Demenz. Zu den verschiedenen Formen von Demenzen gehören u.a. die Alzheimer-Demenz, bei der es aus bislang nicht geklärter Ursache zu einem Funktionsverlust und Untergang von Nervenzellen kommt sowie die vaskuläre Demenz, die auf Durchblutungsstörungen des Gehirns zurückzuführen ist.

Ist der Patient im mittleren Lebensalter (40 bis 60 Jahre alt) und beklagt er nur leichte oder nicht eindeutig einzuschätzende kognitive Störungen, bieten wir eine ausführliche neuropsychologische Testung an, die von Frau Benjamin oder Frau Hesse-Paland durchgeführt wird. Anhand der Ergebnisse dieser Testung ist es meist möglich einzuschätzen, ob tatsächlich eine kognitive Störung vorliegt oder die vom Patienten angegebene Beeinträchtigung beispielsweise im Rahmen einer Depression zu erklären ist.

Ein spezielles Angebot unserer Sprechstunde richtet sich an Personen, bei denen der Verdacht auf eine Kongenitale Prosopagnosie besteht (HIER BITTE INTERNEN LINK ZUR SEITE MIT DER AG-BESCHREIBUNG EINFÜGEN). Hier bieten wir zur Abklärung das gesamte Spektrum neurologischer Untersuchungen sowie speziell entwickelte neuropsychologische Verfahren an.

In unserer neurologisch orientierten Sprechstunde steht die Beratung der Patienten im Vordergrund, in der Regel an zwei bis drei Terminen. Zunächst erfolgt eine Einschätzung von Art und Ursache der kognitiven Störung sowie möglicher Auswirkungen auf die Alltags- und Berufstauglichkeit. Durch die genauere Erklärung einer Einschränkung können Kompensationsstrategien aufgezeigt werden. Besonders bei Patienten mit Demenzen ist es wichtig, Angehörige in die Gespräche mit einzubeziehen und Kontakt zu Selbsthilfegruppen oder geeigneten pflegerischen Einrichtungen herzustellen.

Spezifisch ärztliche Empfehlungen können wie folgt aussehen:

– Medikamentöse Behandlungsempfehlung (z.B. Verordnung von Medikamenten, um das Fortschreiten der Demenz zu verzögern).

– Weiterleitung der Patienten zur Behandlung durch andere Fachdisziplinen (z.B. psychiatrisch bei einer Depression oder internistisch bei Schilddrüsenerkrankung).

Links

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.
www.deutsche-alzheimer.de

Alzheimer Angehörigen Initiative e.V. www.alzheimerforum.de/aai/aai.html

Alzheimer Gesellschaft Berlin
www.alzheimer-berlin.de

Zur Verbesserung des Krankheitsverständnisses und der Therapie von Demenzen wird die Teilnahme an Studien angeboten.

Leiter
Dr. Andreas Lüschow

Weitere Mitarbeiter
Beate Benjamin, Dipl.-Psych.
Katja Hesse-Paland, Dipl.-Psych.
Dipl.-Phys. Joachim Weber
Hannes Tiedt

Termin
Tel. +49 30 8445 2255
Fax: +49 30 8445 4264
Email: joachim.weber@charite.de

Kontakt
Email: andreas.lueschow@charite.de